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Wo das Tessin steinreich ist...

Unter diesem Titel luden die Leiterinnen der Wandergruppe des Frauenvereins Bülach im September zu einer dreitägigen Wanderreise ein. Steine aus Granit gab es zu sehen, noch und noch. Schroffe Felswände, zum Teil bewachsen, überhängende Felsbrocken, die herunter zu fallen drohten, hunderte von Treppenstufen auf Wanderwegen aus Steinplatten, auch solche, die durch Sprengungen gebrauchsfertig gemacht werden mussten (vielerorts sieht man noch die Sprengrillen), die vor allem die kurzbeinigen Wanderinnen forderten.

Übrigens wussten Sie, dass der Gartentisch im Alterszentrum im Grampen aus Granit aus dem Maggiatal stammt? Die 22 Wanderfrauen besuchten nach einer direkten Reise nach Bosco Gurin das kleine Walserdorf und unternahmen eine erste Wanderung. Schon dort machten sie die Erfahrung, dass es im Tessin halt «obsi» geht. Es sollte noch strenger werden am nächsten Tag, wo der Wanderweg rechts vom berühmten Wasserfall ins Val Calnégia führte. Dort gibt es Zeitzeugen, wie halbnomadisierende Menschen unter Felsdächern ihre einfachen Wohnungen und Ziegenställe als Lagerräume gebaut haben. So einfach, wie diese Leute dort gelebt haben, kann man sich fast nicht vorstellen. Auch am dritten Tag sollten Steine, Geröll, aber auch mehrere Seen das Wanderprogramm bestimmen.

Einige der Frauen wagten sich an eine wackere Tour hoch über Robiei, jedenfalls können diejenigen von schwierigen Verhältnissen berichten. Eine kleinere Gruppe begnügte sich mit Spaziergängen um und zu den türkisblauen Bergseen und setzte sich irgendwo hin, um es einfach zu geniessen. Auch das sollte Platz haben in diesem Programm.

Die Unterkunft in Coglio war nicht aus Stein, aber bestens für die Bedürfnisse dieser Wandergruppen geeignet. Schon zu Beginn der Reise musste der Hotelier unser Hotelgepäck «fliegend» übernehmen, da die Fahrt durchs Maggiatal nicht unterbrochen werden konnte. Also warfen die Frauen ihre Säcke ihm richtiggehend vor die Füsse. Den Leiterinnen dieser Wandergruppe, Margot, Irene, Annemarie, Eliane und Ursula gebührt herzlichen Dank dafür.

© 2019 | Wanderbericht von E. Eberhardt

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