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Die Wanderfrauen im Val d`Anniviers

Wunderbare Dreitagestour!

Eine Gruppe Frauen des Gemeinnützigen Frauenvereins Bülach fand sich Ende August an einem frühen Morgen am Bahnhof ein.

Schon seit 25 Jahren besteht diese Wandergruppe. Diese dreitägige Wanderreise könnte also als Jubiläumsreise betrachtet werden.

Nur schon die Postautofahrt, nach der Bahnreise, war spektakulär. In vielen engen Serpentinen ging es ins Val d`Anniviers. Wer das Glück hatte, einen Fensterplatz zu ergattern, konnte sich manchmal nicht erwehren, ein kräftiges «Uiii» auszurufen, bei der Ansicht, der senkrechten Wände unter ihnen beim Hinabschauen.

Ab Chandolin hiess es dann; Stöcke montieren und wandern. Durch bewaldete Heidelbeerhänge ging es «ambrüf», vorbei an einem Observatorium mit Planetenweg. – Wir repetierten: «Mein (Mars) Vater (Venus) erklärte (Erde) mir jeden (Jupiter) Sonntag (Saturn)……». Apropos Sternenzelt: in den Nächten konnte von unserem Balkon aus ein wunderbarer Sternenhimmel bestaunt werden; halt mit wenig Lichtverschmutzung!

Das Hotel in St. Luc war einladend. Viele Museumsstücke und kleine Details schmückten die Innenräume, so z. B. der Schlüsselbund, die aus Birkenstämmen bestehenden Nachttische, die aus Filz gepressten Nachtvorhänge, die ringsherum mit kontrastfarbenen Häckelgängen gesäumt waren, die Kissenbezüge mit Damaststickerei versehen und vieles mehr. Wir fühlten uns wohl!

Per Postautos, (in Vissoie gibt es einen Knotenpunkt, in dem die Linien in die verschiedenen Täler, sowie nach Sierre zusammenlaufen) wurden wir am zweiten Tag nach Zinal gebracht, wo wir uns von der ganz neu gebauten Gondelbahn halb nach oben fahren liessen. Den oberen Teil, der auf Skipistenhängen hochstieg, machten wir zu Fuss, mit vielen Schweisstropfen versehen. Vom Grat oder vom Corn de Sorbois, der noch von einigen Unentwegten bestiegen wurden, hatte man eine fantastische Aussicht auf die Walliser Berge!

Der dritte Tag könnte man als Tüpfelchen auf dem «i» bezeichnen! Nochmals von Zinal ausgehend ging es zuerst ein Stück der mäandrierenden Navisence entlang, um dann auf einem ziemlich steil ansteigenden Bergpfad auf die Cabane du Petit Mountet zu gelangen, was von uns noch recht viel Kraft und Ausdauer abverlangte. Wieder einmal war die Aussicht atemberaubend. Doch der stetig kürzer und kleiner werdende Zinalgletscher stimmte uns nachdenklich! Zinal war der Ausgangspunkt und dieser Ort war auch der Schlusspunkt, bevor wir wieder per ÖV die Reise nach Bülach unter verschiedenste Räder nahmen.

Einmal mehr, sei den Wanderleiterinnen; Annemarie, Elsbeth, Irène, Margot und Ursula, von Herzen gedankt für die grosse Arbeit, die ein solches Unterfangen mit sich bringt.

Text: Erna Eberhardt

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