GEMEINNÜTZIGER FRAUENVEREIN BÜLACH

 

 

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Wanderberichte 2009

Zweitageswanderung am Ofenpass 1.und 2. Juli 2009

Ganz früh mussten wir aufstehen, mussten doch Brötli gestrichen, Gemüse gerüstet und Tee abgefüllt und der Rucksack für zwei Tage gepackt werden, denn schon um sechs Uhr ging die Zugsreise los.

Ganz gut verlief die Reise auf den Ofenpass, obwohl an Schiene und Strassen zurzeit wacker gebaut wird.

Ganz harmlos schien die Überquerung des Baches bei der Wanderung ab Station Buffalora, obwohl weit und breit keine Brücke zu sehen war. Dennoch stürzte eine Teilnehmerin ins Wasser, aber…

ganz locker meisterte sie die Situation, zog kurzerhand die nasse Wanderhose aus, hängte sie zum Trocknen an einen Rucksack, deckte mit zwei Halstüchern das Allernötigste zu und wanderte weiter. Wir können uns eben immer noch nicht ans Nacktwandern gewöhnen!

Ganz wunderbar war die Alpenflora an diesen beiden Tagen. Die tausenden von Blumen wurden bestaunt, nach Möglichkeit benamst und fotografiert. Das war wohl der Grund dafür, dass wir etwas mehr Zeit als angegeben war, benötigten für die beiden Wanderungen.

Ganz wenige Bären, Steinböcke, Gämsen, Murmeli und Rehe bekamen wir zu sehn, obwohl wir uns zum Teil im Nationalpark befanden, um …

ganz ehrlich zu sein, gar keine!

Ganz unverhofft bekamen dann ganz zuletzt doch noch ein paar Frauen durch ein Fernrohr ein bewohntes Bartgeiernest zu sehen, da ein freundlicher Herr sie dazu eingeladen hatte.

Ganz bizarr schauten uns die alten, verwitterten, von Unwetter gezeichneten Arven an, als wir durchs weite S-charl-Tal wanderten. Wie Fabeltiere oder Hexen sahen wohl manche aus. Die feinen langen Nadeln sitzen immer zu fünft, von einer Scheide umgeben, an ihren Trieben.

Ganz abgelegen, und nur im Sommer bewohnt, bot uns das kleine Dorf S-charl die letzte Gastfreundschaft. Ob wohl der Schellenursli in einem dieser Häuser gelebt hat?

Ganz herzlichen Dank an die beiden Leiterinnen dieser unvergesslichen Wanderung; Irene Bartholdi und Margot Herrmann!
(Text und Bild: Erna Eberhard-Ganz)
 

Wanderung der Bülacher Wanderfrauen
durchs Landwassertal 18. Juni 2009

In Stichworten

- Fünfzehn bergbegeisterte Frauen des Gemeinnützigen Frauenvereins Bülach

- Meteorologisch keine Wünsche offen

- Hin- und Rückreise mit ZVV, SBB und RhB; Attraktion: Landwasser-Viadukt hoch über der Schlucht, rot eingepackt, da im Umbau

- Auf Schusters Rappen durch die Zügerschlucht, Aufstieg zum Jenisberg mit mehreren Hindernissen durch umgefallenen Bäume, zeitraubende Kletterungen darüber oder Umwege drum herum

- Helikopterflüge, die ganze Baumstämme zu Tale transportierten

- Flora speziell: wunderschöne Frauenschuhe zu hauf

- Wanderweg durch romantische Rüfen, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich, bitte nicht nach unten schauen!

- Abends in Bülach: müde Beine, müde Augen, sehr zufrieden

(von Erna Eberhard)

 

Wanderberichte 2008

21./22. Mai - Narzissen im Nebel

Der Wetterbericht kam uns entgegen: bewölkt, jedoch auch sonnige Abschnitte im Westen. So machten wir 18 Frauen von der Wandergruppe des Gemeinnützigen Frauenvereins Bülach uns am 21. Mai auf den Weg, das Genferseegebiet für zwei Tage zu erkunden. Narzissen in Blüte waren angesagt!

Die abenteuerliche vierstündige Fahrt mit 4-maligem Umsteigen in Zürich, Fribourg, Bulle und Monbovon brachte uns auf 1111m Höhe nach Les Cases, wo auf meist holperigem, mit grossen Steinen bedecktem Wanderweg der Aufstieg auf den Col de Jaman (1512m) begann. Die Wanderstöcke leisteten hier wie auch auf der übrigen 2-tägigen Route wertvolle Hilfe, mussten wir doch etliche steile Anstiege und zahlreiche schmale Abstiege bewältigen sowie mehrmals sulzige Schneefelder und nasse, glitschige Wiesenweglein passieren.

Hosenbeine und Wanderschuhe wurden zusehends dreckiger und der Nebel, je höher wir hinaufstiegen, dicker. Diese Nebelsuppe brachte es dann auch mit sich, dass wir am Picknickplatz „mit überwältigender Rundsicht gem. Programm!“ nur gerade eine Sandwichbrotlänge verweilten, um uns dann im nahen Restaurant mit einem heissen Kaffee aufzuwärmen. Wieder unterwegs mussten wir bald lesen, dass unsere Wanderroute vorläufig geschlossen sei. Mit Zuhilfenahme eines Joggers und einer Autofahrerin machten wir dann wohl einen grossen Umweg, fanden uns dann aber, stets einem Bächlein folgend, kurz vor unserem Nachtquartier wieder zurecht. In einem Nebelloch konnten wir kurz unser Hotel, ein schlösschenähnliches Holzhaus, ob Les Avants gelegen, sowie in der Ferne den Genfersee orten. Mit beflügelten Schritten eilten wir dem Apéro sowie dem feinen, viergängigen Nachtessen entgegen. Der Hotelier ist übrigens in Bülach aufgewachsen und hiess uns speziell herzlich willkommen.

Die Hoffnung auf Sonne und Sicht für den nächsten Tag war vergeblich. In kurzen Momenten konnten wir kurz den Rochers de Naye erspähen, aber die übrigen Berge sowie der Genfersee blieben beim stetigen Auf und Ab durch Wiesen, Felder und Wald (sogar eine Finnenbahn war dabei!) versteckt. Einzig die Blumen hielten Wort und blühten in grossen Mengen: die herrlich duftenden Narzissen, das stolze Knabenkraut, die goldgelben Rigirollen, etc. Manche Wiesen, übersät mit Narzissen, glichen weissen Teppichen. Unser Endziel war die Auberge am Lac des Joncs, einem bekannten Ausflugsziel oberhalb Châtel-St-Denis. Der kleine See beherbergt viele Kröten und ist romantisch gelegen zwischen Tannen und Weiden. Dort endete unsere doch recht anspruchsvolle Wanderung mit einem Glas Wein und einer echt welschen Quiche. Wennauch das Wetter nicht ganz mitmachte, unsere zwei Tage waren gefüllt mit guter Laune, viel Lachen, einem Geburtstagslied schon am frühen Morgen, einem Geburtstagskuchen mit Kerzlein beim Picknick – kurz: mit guter Kameradschaft und gemeinsamem, wertvollem Erleben!

(von Vreni Koneth)

17. April - Frühlingswanderung  

In diesem Frühling begnügt man sich bereits mit der Wetterprognose „ganzer Tag bewölkt, kein Niederschlag“, um eine dreistündige Wanderung unter die Füsse zu nehmen.

So machten sich also 22 vergnügte Wanderfrauen auf, um via Luzern das Kleinstädtchen Sursee zu erreichen. Schon von weitem präsentierte sich das un-nahbare Schloss Mauensee auf einer kleinen Insel mitten im gleichnamigen See, erreichbar über eine schmale Brücke. Unser Wanderweg führte am Ufer entlang über zuerst einen weichen Pfad, einer Finnenbahn ähnlich, um dann in einem grösseren  Moorgebiet zu enden. Hier erwies sich, nach der langen Regenperiode, was ein guter, wasserdichter Wanderschuh wert ist. Nach einem längeren, sanften Anstieg über Kuhweiden machten wir Mittagshalt im einzigen Gasthaus im Bauerndorf Kottwil, welches extra für uns seine Tore öffnete!

Unser nächstes Ziel hiess: Leidenberg. „Bhäbige“ Bauernhöfe mit riesigen Satteldächern, mit Wachhunden, mit Kuhherden, mit frei laufenden Hühnern säumten unseren wunderschönen Wanderweg. Unter uns erblickten wir bald den Sempachersee und vor uns das Ziel: den Ausgangspunkt Sursee. Nur etwas liess sich den ganzen Tag nicht blicken: die Sonne. Nichtsdestotrotz, der Tag hat uns gefallen, herzlichen Dank unseren Leiterinnen Iris und Ursula.

 (von Vreni Koneth)

17. Januar - Sonniger Start ins Wanderjahr

Der schönste Tag der Woche, so prophezeite es die Wetterprognose!

Wir 21 Wanderfrauen vom Gemeinnützigen Frauenverein glaubten dies und machten uns auf, den bekannten Eggen Höhenweg im schönen Appenzellerland wieder einmal zu geniessen. Schon im Trogen-Bähnli lichteten sich die Wolken und gaben uns freie Sicht auf die Stadt St. Gallen und den Bodensee. Bei der Vögelinsegg nahmen wir den breiten Wanderweg unter die Füsse, der sich dann als sehr abwechslungsreich entpuppte, nicht nur was die Aussicht, sondern auch die Beschaffenheit betraf: die Palette reichte von „pflootschig“ bis schneebedeckt, die Wanderstöcke waren gut zu gebrauchen! Der Panoramaweg mit stetiger Sicht in den Alpstein, zum Bodensee und zum Dorf Niederteufen war auch zu dieser Jahreszeit ein Hit und kann wämstens empfohlen werden. Ab der Station Lustmühle brachte das Appenzeller-Bähnli die muntere Schar wieder nach St. Gallen zurück, wo ein feiner Zmittag wartete. Es bleibt, unserem Leiterteam für diesen tollen Wintertag zu danken.

(von Vreni Koneth)

 

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                                                                                        21.01.2012/Bni