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Vom Wetterglück begünstigt Einige Gewitter waren angesagt für die beiden Tage, welche die 18 Wanderfrauen vom Gemeinnützigen Frauenverein für ihre 2-tägige Wanderung ins Bündnerland ausgesucht hatten. Nichtsdestotrotz brachten Zug und Postauto am frühen Morgen des 11. Juli das wagemutige Grüppchen nach Avers-Juf auf 2126 m, mit umsteigen in Chur und Thusis. In engen Kurven ging’s vorbei an bekannten Namen wie Viamala-Schlucht, Roffla-Schlucht, Andeer, Ausser- und Innerferrera. Letzterer Name kommt vom Wort Eisen, welches früher in dieser Gegend geschmolzen wurde, die Resten eines Schmelzofens konnten wir gut erspähen.
Unser erstes Etappenziel
war der Stallerberg auf 2581 m. Die üppige Alpenflora liess uns die Hitze und
die Anstrengung auf dem steilen Bergpfad vergessen, die Blumen wetteiferten mit
ihren Farben: da sah man Männertreu (gibt’s immer noch!), Teufelskralle,
Türkenbund, Arnika, Frühlingsenzian, Bergaster, Distel, Digitalis, etc. Es
wurden mind. 30 Blumennamen genannt. Das Picknick auf dem Berggipfel schmeckte
herrlich, die Tranksame nicht minder. Und dann kam, was kommen musste: dunkle Gewitterwolken bewegten sich vom Horizont direkt auf uns zu, in der Ferne vernahm man Donnergrollen, etwas später zuckten die ersten Blitze. Diese spezielle, aber auch bedrohliche Stimmung beschleunigt automatisch des Wanderers Schritt. Zügig kamen wir voran, durchschritten bunte Wiesen: hellgelb, dunkelgelb, lila, weiss, blau, manchmal hatten wir das Gefühl, Teppiche seien für uns ausgebreitet worden. Weit unter uns erspähten wir schliesslich das Passdörfchen Bivio am Fusse des Julier, welches bereits am frühen Nachmittag erreicht wurde. Genüsslich konnten wir beim wohlverdienten Kaffee zusehen, wie der Regen niederprasselte. Der Abend war kurz: Dorfrundgang, extrafeines Nachtessen, schlafen.
Bei wolkenlosem Himmel
begann am nächsten Morgen unser einstündiger Aufstieg, alles im Schatten. Schon
bald sahen wir unter uns den Marmorera-See, auf dessen Grund ein ganzes Dorf
liegen soll. Hat er wenig Wasser, sieht man eine Kirchturmspitze! Wieder
begleiteten uns Blumenteppiche und Bergbäche bis zur Alp Flix, wo das
Mittagessen auf uns wartete. Beim Aufbruch wiederholte sich die Wetterstimmung
von ersten Tag: schwarze Gewitterwolken, ferne Blitze und Donnergrollen. Der
Abstieg auf dem oft schmalen Weglein war streng, wir kamen jedoch gut voran und
Ein Hoch auf unsere beiden Wanderleiterinnen Margot Hermann u. Rösli Müller. |
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21.01.2012/Bni |