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Reise der
Aktivgruppen, 19.
September 2006 - Besuch des historischen Landstädtchens Grüningen
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ehrenamtliche Helferinnen des Gemeinnützigen Frauenvereins Bülach folgten
gutgelaunt der Einladung zur diesjährigen Arbeitsgruppenreise. Grüningen ist
weit herum bekannt und so waren alle gespannt, was die beiden Führer alles zu
erzählen hatten. Emil Gehri von der Heimatschutzgesellschaft Grüningen wusste
denn auch mit Humor und viel Wissen sein Städtchen ins rechte Licht zu rücken.
Grüningen besitzt eine reiche Vergangenheit und gehört zusammen mit Greifensee,
Regensberg, Bülach, Eglisau und Elgg in den Kreis der historischen zürcherischen
Landstädtchen. Während Jahrhunderten war Grüningen Sitz zürcherische Landvögte,
die vom Schloss aus über weite Teile des Zürcher Oberlandes herrschten. Zeuge
dieser historischen Bedeutung ist das Schloss mit seinem Städtchen. Emil Gehri
meinte schmunzelnd, Bülach sei zwar eine grosse Stadt geworden, sie dagegen ein
kleines Landstädtchen ~blieben, aber immerhin mit Landvögten in der
Vergangenheit. Die Führung durch das
Museum,
die am 20. März 1977 eingeweihte wieder aufgebaute Kirche, in der Aussenform
weitgehend der früheren Kirche angeglichen, war sehr interessant. Bemerkenswert
ist die vollständig veränderte zweigeschossige Innengestaltung. Der Kirchenraum
ist im Obergeschoss angeordnet und im Erdgeschoss ist ein Kirchgemeindesaal
eingerichtet, der für verschiedene Anlässe genutzt wird. Konzerte werden
vorwiegend in der Kirche aufgeführt. Auch der idyllische Schlosshof bietet für
Serenadenkonzerte oder Theaterfreilichtaufführungen eine besondere Atmosphäre.
Der öffentlich zugängliche Hof abseits des Verkehrslärms lädt aber auch zu
sonstigen Treffen oder zum geruhsamen Verweilen ein. Das Wetter zeigte sich nun
zusehends freundlicher, was den Zauber des Städtchens noch erhöhte. Auch der
wunderschöne Spätsommerflor trug dazu bei.
Vergessen darf aber nicht erwähnt zu werden, dassder Müli im Tobel der
Aabachschlaufe unterhalb des Schlosses ein wunderhübsches Zinnfigurenmuseum
eingerichtet wurde, das seinesgleichen sucht.
Punkt 15.30Uhr warteten
die beiden Chauffeure, um uns in den nahe gelegenen Botanischen Garten zu
fahren. Grüppchenweise oder allein flanierten die Besucherinnen durch die
Anlagen, die einen eigenartigen Zauber der Stille ausstrahlen. Besonders die
alten Bäume, der Seerosenteich oder ein Bächlein laden zum Stillehalten ein.
Nun meldeten sich Hunger
und Durst und alle freuten sich auf den Zabig im Landgasthof Adler Binzikon. Der
Salatteller mit Schinken oder der Gemüseteller fanden grossen Anklang und die
Stimmung war heiter und locker. Nach einem feinen Dessert hiess es Abschied zu
nehmen und wie vorgesehen gegen 20 Uhr sichtete man unsere Stadt Bülach.
Wohlgemerkt, auch bei uns gibt’s Hintergässchen und Plätze, die absolut ihren
Charme ausstrahlen.
Ein sehr interessanter
und abwechslungsreicher Nachmittag fand seinen Abschluss und Trudi Marton,
Organisatorin, sei herzlich für dieses schöne Erlebnis gedankt.
(von Elisabeth Kohler)
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